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Psychische Belastungen

Es gibt äußere und innere Belastungen. Die äußeren können wiederum zu inneren führen. So kann eine Anforderung von außen – z.B. durch den/die ArbeitgeberIn – zu innerem Druck führen. Die Aufforderung schneller zu arbeiten, erzeugt den inneren Zwang sich zu sputen und auf die Uhr zu sehen, um weniger Zeit zu verbrauchen. Hier entsteht ein innerer Zwang, der unsere Lebensqualität zum Teil massiv beeinträchtigen kann. Der äußere Druck mag sich erschöpfen, aber der innere hat sich installiert und bleibt als eigene Einheit bestehen und verselbständigt sich.

Dazu gehört z.B. der Zwang zur Pünktlichkeit, das angelernte Bedürfnis auf keinen Fall zu spät kommen zu dürfen. Gelegentlich führen äußere Notwendigkeiten – ein Verkehrsstau, ein Telefonat, ein Unfall – zu Verspätungen. Hier wäre ein inneres Lockerlassen, eine gewisse Entspanntheit angebracht. Stattdessen entsteht ein innerer Druck und ein Getriebensein, so dass mit großer Energie versucht wird eine Zeitmarge einzuhalten. In den meisten Fällen würde die Einhaltung der Zeitvorgabe keine große Bedeutung haben (zu spät zur Party zu kommen, zu spät am Arbeitsplatz erscheinen, zu spät zum Treffen gelangen). Eine rechtzeitige Information (per Mail, per Telefon, per Whatsapp) löst den Stress sofort auf und ermöglicht eine verständnisvolle Reaktion. Aber Achtung, es geht hier nicht um ein notorisches Zuspätkommen, das mit Ausreden garniert zu Ungläubigkeit bei den Betroffenen führt. Es geht um die Ausnahme, die uns künftig nicht unter Druck setzen wird, weil wir uns dem Zwang der scheinbaren Notwenigkeit nicht unterwerfen und unsere innere Gestimmtheit positiv kultivieren.

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