Die psychodynamische Einzeltherapie ist eine von den Krankenkassen in Deutschland und weltweit anerkannte Behandlungsmethode, die dem ursprünglich freudianischen psychoanalytischen Prinzip der Erforschung der Lebensgeschichte folgt.
Die Tiefenpsychologie umfasst demnach alle psychologischen und psychotherapeutischen Ansätze, die unbewusste seelische Vorgänge für unser Verhalten und Erleben verantwortlich machen. Sie geht davon aus, dass unser komplexes neuronales System (Gehirn und Nervensystem) zum großen Teil über unbewusste Prozesse den Alltag steuert. Nur an der Oberfläche verhalten wir uns bewusst und rational. Die Masse unserer Entscheidungen und Aktivitäten speist sich aus fertigen neuronalen Netzwerken (Mustern oder Patterns), die wir nur schwer beeinflussen können.
Hier setzt die Kunst des Therapeuten an. In ausführlichen Gesprächen versucht er sich ein Bild über den aktuellen Zustand seines/r Patienten/in zu verschaffen. Dabei st eine leitliniengerechte und von einem unabhängigen Gutachter kontrollierte Vorgehensweise außerordentlich wichtig. Erst nachdem der Gutachter (er kennt Namen und Wohnort des/r Patienten/in nicht) die Behandlung genehmigt hat, kann die therapeutische Arbeit beginnen.Im Gegensatz zur Verhaltenstherapie kommt es bei der psychodynamischen Therapie nicht nur darauf an vorhandene Muster umzuprogrammieren. Die Zusammenhänge mit erworbenen Verletzungen (meist schon in Kindertagen) spielen eine bedeutende Rolle und stehen zu Beginn der Therapie im Fokus. Die klassische Einzeltherapie dauert etwa 25 bis 50 Stunden a 50 Minuten. Bei Bedarf kann eine Verlängerung bis 80 bzw. 100 Stunden beantragt werden.